Achtsamkeit und Humor
= Lebenseinstellung und innere Haltung
Mit Achtsamkeit und Humor für mehr Gesundheit und Zufriedenheit

Stressmanagement durch Achtsamkeit
Einfach erklärt
Achtsamkeit ist eine innere Haltung sich selbst und anderen gegenüber wertfrei entgegenzutreten und die Fähigkeit, den Gegenwärtigen Moment bewusst und ebenfalls frei von Wertung anzunehmen.
Durch das achtsamere Leben können wir messbar Stress reduzieren und ein größere allgemeines Wohlbefinden fördern, da wir viele Situationen anders wahrnehmen und bewerten und weniger als stressauslösenden Faktor erleben.
Welchen Nutzen erfährst Du durch Achtsamkeit?
Es brauch natürlich etwas Zeit und Geduld, bis Du den achtsameren Umgang automatisierst hast. Aber es wird sich lohnen!
Durch das neutrale Beobachten und Annehmen der Gedanken und Gefühle erhältst Du ein Gemüt, mit einer entspannteren und positiveren Grundeinstellung. So kannst Du mit Stress und Beklemmungen viel einfacher und stressresistenter umgehen. Du steigerst somit langfristig Deine eigene Resilienz (Emotionale Widerstandskraft).
Die wertfreie Beobachtung des "Hier und Jetzt" ist ein Bewusstseinszustand, eine innere Haltung. Diese innere Haltung bringt Dir ein größeres Selbstbewusstsein und Du lernst Deine Grenzen, Stärken und auch Schwächen kennen. Gerade bei Schwächen ist es wichtig, sie keinesfalls als negativ anzuerkennen, sondern sie einfach zu akzeptieren.
Achtsamkeitsübungen können als unterstützende Maßnahme bei verschiedenen Erkrankungen und Lebenssituationen angewendet werden. Es kann positiv wirken bei Depression, Angststörungen, Burn-out und Suchterkrankungen, aber auch Bluthochdruck, da weniger erlebter Stress zu weniger körperlichen Reaktionen führt. In Verbindung mit Atemübungen eine Sofort-Hilfemaßnahme.
Grundsätzlich kann jeder die Stressbewältigung durch Achtsamkeit ausprobieren, vorausgesetzt man ist für die Methode offen und lässt sich darauf ein.
Achtsames annehmen von Alltagssituationen...
...denn manches ist so wie es ist und lässt sich nicht ändern. Also, warum darüber aufregen?
Beispiel „Supermarkt an der Kasse“
Nicht darüber ärgern, dass Du in der Schlange an der Kasse warten musst. Warum sich darüber ärgern und schon gestresst zum nächsten Termin oder nach Hause kommen.
So nehme die Situation gelassen und wertfrei an. Vielleicht fällt es Dir anfangs leichter, wenn Du z.B. in Gedanken sagst: „Ja die Kasse ist voll und ich muss warten. Dann warte ich halt 3 Minuten länger, PUNKT.“
Die Situation wurde ganz wertfrei von Dir angenommen, mehr nicht.
Nutze doch die Zeit, gedankenlos durch das Geschäft oder aus einem Fenster in die Ferne zu blicken und das Geschehen zu beobachten. Gedankenlos zu sein hat auch etwas Entspannendes.
Das beobachten der Mitmenschen verläuft dabei ebenfalls achtsam, ohne zu bewertet.
Und Augenentspannung bedeutet in die Ferne zu schauen. Hierbei werden die Augenmuskeln von der vielen Naharbeit entlastet. Oder lege ne kleine Atemübung ein. So hast Du die Zeit optimal genutzt.
Dasselbe gilt für viele Alltagssituationen, die Dich zur Aufregung bringen können, aber es eigentlich nicht wert sind, seinen Puls unnötig in die Höhe zu treiben, oder du damit ehe nichts ändern könntest, da es so ist, wie es ist.
Da haben wir z.B. die rote Ampel, ein misslungenes Essen, etwas kaputt gegengenes, jemand der vor Dir im Auto langsam fährt und die Königsdisziplin, das selbst nicht aufregen wegen Unordnung der mit lebenden Menschen in Deinem Haushalt :-)
Wer das neutrale Beobachten des Öfteren schafft und viele Situationen entspannt begegnet, hat den Tag über viel ruhiger und gelassener verbracht, ist zufriedener und tut auf Dauer seiner Gesundheit etwas Gutes und beugt stressbedingten Beschwerden vor. Das das nicht immer möglich ist, ist völlig normal, da es hier auch um Bedürfnisse und Emotionen geht.
Der Begriff „Multitasking“ ist das Gegenteil von Achtsamkeit. Lieber öfters nach dem Motto „Alles nach der Reihe“ und dabei mit der vollen Aufmerksamkeit.
Darunter fällt auch, Mahlzeiten ohne Ablenkung von TV, Tablet, Zeitung, Smartphone oder Radio einzunehmen. Bewusst das Essen schmecken und wahrnehmen. Das führt schon zu einer entspannten Gefühlslage.
Das kann man auch schön gemeinsam mit Kindern machen. Sich das Essen achtsam bewusst machen mit Fragen über Geschmack, Konsistenz, Geräusche, usw.
Die Wirkungen der Achtsamkeit auf einen Blick:
Größere Stressresistenz
Sie können besser mit Stress und Belastungen umgehen, wenn Sie den Auslösern mit mehr Achtsamkeit begegnen. Dabei zeigt sich oft, dass alles nur halb so schlimm ist und Probleme aufgebauscht wurden. Gleichzeitig kann Achtsamkeit helfen, Lösungen zu finden und Stress, der trotzdem auftaucht, wieder abzubauen.
Gestärkte emotionale Widerstandskraft (Resilienz)
Forscher an der Universität Gießen kamen zu dem Ergebnis: Achtsamkeit macht Menschen signifikant psychisch stabiler und gesünder. Gerade in der heutigen Zeit, in der psychische Probleme immer häufiger auftreten, ein besonders wichtiger Effekt.
Erhöhte Konzentration und Offenheit
Eine australische Studie von Belinda Ivanovski und Gin Malhi zeigte, dass Achtsamkeitstraining insgesamt zu mehr Feingefühl, Konzentration und Offenheit führen kann. Für zwischenmenschliche Beziehung sind Empathie und ein Umgang mit mehr Feingefühl besonders wichtig.
Sorgenfreier
Anders als oftmals angenommen, führt Achtsamkeit nicht dazu, dass Sie mehr grübeln. Ganz im Gegenteil! Sie machen sich weniger Sorgen, stattdessen führt Achtsamkeit bei vielen Menschen zu einer größeren Dankbarkeit. Sie erkennen, was Sie bereits alles erreicht haben, worauf Sie stolz sein können und worüber Sie sich freuen sollten.
Positivere Gedanken/ Positivere Grundeinstellung
Sie entwickeln positivere Gedanken und eine optimistische Grundeinstellung. Machen sich doch mal negative Gedanken breit, werden diese durch die Achtsamkeit reflektiert, verarbeitet und für etwas Positives genutzt. Sie lernen daraus, nehmen wichtige Erkenntnisse mit und werden für die Zukunft optimistischer.
Mehr Geduld
Zudem macht Achtsamkeit geduldiger – mit sich selbst und mit anderen. In der heutigen Zeit muss alles immer schneller werden. Niemand scheint auch nur eine Minute Zeit zu haben, wenn die Ampel auf Rot springt beginnt das Fluchen und Hupen und an der Kasse könnte man
ausrasten, wenn es nicht schnell genug geht. Die bewusste Entschleunigung durch Achtsamkeit führt zu mehr Geduld und mehr Disziplin.
Quelle: https://karrierebibel.de/achtsamkeit/
Die 5 Elemente der Achtsamkeit
- Nicht reagieren - Gedanken und Gefühle ziehen zu lassen
- Nicht bewerten - annehmen, kein positiv, kein negativ
- Benennen - keine Interpretation
- Beobachten - Dinge im Außen (hören, riechen, sehen, ...) Gefühle im Innen
- Konzentrieren - Alle Sinne sammeln, Im Hier und Jetzt sein
Lachen & Humor als Stresskiller und Gesundheitsförderer

Es ist viel mehr als nur ein Reflex, was hinter jedem Lachen steckt. Es ist eine Verkettung neuronaler Prozesse mit Auswirkungen auf Körper und Geist.
Die Verkettung im Gehirn
Erleben wir etwas, was wir lustig finden, beginnt in unserem Gehirn eine Kettenreaktion elektrischer und chemischer Signale.
- Gehirn schüttet den Glücksbotenstoff Dopamin aus, gleichzeitig wird das emotionale Zentrum des Gehirns aktiviert.
- Dopaminschub und die Aktivierung des emotionalen Zentrums führen dazu, dass wir uns beim Lachen wohl und glücklich fühlen.
- Gemeinsames Lachen sorgt dafür, dass wir uns miteinander verbunden fühlen.
- Das motorische Hirnareal ist aktiv. Hier werden die Muskelbewegungen im Gesicht, das rhythmische Heben des Zwerchfells und die typischen Lautäußerungen des Lachens gesteuert.
Während des Lachens passiert noch einiges mehr im Hormon- und Nervensystem
- Es werden weitere Glückhormone, die Endorphine ausgestoßen, die wie ein natürliches Schmerzmittel wirken und Euphorie, wahre Hochgefühle, auslösen.
- Stresshormone Cortisol und Adrenalin werden effektiv abgebaut.
- Das Liebeshormon Oxytocin wird ausgestoßen, was ebenfalls glücklich macht und die Bindung und Vertrauen fördern.
Diese Kombination ist es, dass wir uns nach dem Lachen zufriedener, entspannter und auch schmerzfreier fühlen. Lachen ist eine Art natürliche Medizin, ausgelöst durch einen einfachen, menschlichen Impuls.
Warum du täglich lachen solltest und alles mit etwas mehr Humor sehen solltest
Lachen und eine humorvolle Sicht helfen dir, wie auch andere Entspannungsmethoden und der Achtsamkeitslehre auf langer Sicht, denn regelmäßig ausgeführt kann es…
…die Stimmung heben und dich generell entspannter, gelassener und zufriedener machen
…die emotionale Resilienz steigern und Ängste reduzieren
…soziale Bindungen und deine Kommunikation fördern
…das Immunsystem aktivieren
…durch das reduzieren der Stresshormone die körperliche und mentale Gesundheit fördern
…manche vorher erlebte Stress auslösende Situation entschärfen und sie nicht mehr als stressauslösend einstufen
Abschließend gesagt:
- Lachen und ein humorvoller Lebensstil sind somit weitere sehr effektive Werkzeuge, um erlebten Stress zu reduzieren und durch die gesteigerte Resilienz dem Alltag gestärkt entgegenzutreten.
- Des Weiteren lernen wir mit Freude besser, sind aufnahmefähiger und kooperativer und wirken sympathischer auf unsere Mitmenschen.
- Handelst du humorvoll, fällt es dir leichter strategisch zu denken und Lösungen zu finden, da du Situationen mit einem gewissen Abstand sehen kannst.
- Humor ist eine wertvolle soziale Kompetenz.
Selbsttest
Was passiert mit dir und deinen Mitmenschen, wenn du:
- emotionslos oder ernst guckend an anderen vorbeigehst
- freundlich lächelnd an anderen vorbeigehst
Auch bei dir stellt sich etwas in deiner emotionalen Wahrnehmung ein, denn Körper und Psyche sind direkt miteinander verbunden. Zeigt dein Gesicht ein lächeln und einen freundlichen Blick mit einer geraden offenen Körper- und Kopfhaltung, wird das parasympathische Nervensystem aktiviert, was für Stressreduzierung, Entspannung und Zufriedenheit steht.
Diese Wirkung kann man ganz gezielt und bewusst zur aktiven Änderung seiner Gefühlswelt nutzen. Bei Ängsten, Traurigkeit und Depressionen ein wirksames Werkzeug. Ich verwende dazu einfache Übungen in meinen Kursen.
Dieser Effekt nennt sich Biofeedback. Selbst durch sein Zutun in Körperfunktionen eingreifen.
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Im Gegensatz, kann eine leicht vorgebeugte Körperhaltung und Kopfneigung, wie sie auch beim hinunterschauen auf das Smartphone eintritt, mit ernstem Blick das sympathische Nervensystem aktivieren, was zu Stressreaktionen und Traurigkeit führen kann.
Quelle: https://www.humorkom.de/