Mit Atemtraining neue Wege gehen und wie die Buteyko Methode dein Leben verändert

Das Atemtraining findet Einsatz:
- Zur Prävention und allgemeinen Gesundheitsförderung und Förderung des allgemeinen Wohlbefindens
- Im Leistungssport zur Leistungssteigerung
- Steigerung der körperlichen und mentalen Fitness. Einige Atemübungen werden von Navi Seals und Spezialeinheiten ausgeübt, um in belastenden Situationen einen "kühlen Kopf" zu bewahren
- Zur Förderung von Konzentration und Steigerung der mentalen Stärke
- Erschöpfungs- und Spannungszustände und weiteren stressbedingten Beschwerden
- funktionellen Störungen des Verdauungs-, Herz- und Kreislaufsystems
- Asthma, chronischer Bronchitis und sonstigen Atemstörungen
- Migräne, Schmerzen, Depressionen und Ängste
- Stottern und sehr schnellem Redefluss
- psychosomatische Störungen
- (Ein)-Schlafstörungen
- Haltungsfehlformen
- Krebs
Wie atmest Du gerade eigentlich?
- Durch den Mund, oder Nase?
- In den Bauch oder in die Brust?
- Hältst Du die Luft an, stockt Dir der Atem?
- Atmest Du gleichmäßig?
- Ist Deine Einatmung gleichlang/länger/kürzer zur Ausatmung?
- Wieviel Atemzüge pro Minute tätigst Du?
- Wo liegt deine Zunge gerade? Liegt sie unten im Kiefer, oben leicht angesogen am Gaumen, oder mittig im Mund?
- Wie lange kannst Du angenehm die Luft anhalten?
Kommt Dir das bekannt vor?
Oder warst Du deswegen beim Arzt, der nichts feststellen konnte, oder gar meinte, es sei die Psyche?
Folgende Symptome können unter anderem auf eine Fehlatmung hindeuten¹:
Magen-Darm-Trakt: Verdauungsprobleme, Bauchschmerzen, häufiges Wasserlassen, Reizdarm, Verstopfung/Durchfall, uvm.
Herz/Kreislauf: Herzrasen, erhöhter Puls, erhöhter Blutdruck, Brustschmerzen
Atmungsorgane: Kurzatmigkeit, Engegefühl in der Brust, häufiges Seufzen (tiefes Einatmen), Husten oder ständiges Räuspern, verstopfte Nase, trockener Mund, uvm.
Nervensystem: Missempfinden Hände/Füße, kalte Extremitäten, Schwindel, Kopfschmerzen, chronische Müdigkeit, Krämpfe, Zittern, verschwommenes Sehen, uvm.
Psyche: Unruhe, Angst, Konzentrationsstörung, Anspannung, depressive Stimmung, Vergesslichkeit, Reizbarkeit, uvm.
Wenn es keine Befunde gibt, oder Du dich trotz Behandlung weiterhin nicht fit fühlst, leidest Du wohlmöglich an einer Fehlatmung!
Ursachen einer erlernten Fehlatmung
- Stress, Ängste, Sorgen und Trauma sind die größten Auslöser für eine Fehlatmung
- Kieferfehlstellungen
- Mundatmung
- Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege
- Zu enge Kleidung (Hosen)
- Polypen, die die Nasenatmung beeinflussen
- Schnuller, da der Mundschluss und korrekte Zungenlage verhindert werden
- Brustatmung, häufig erlernt durch das Schönheitsideal „Flacher Bauch“ → Bauch rein-Brust raus-Haltung
- Schmerzen
Wie äußert sich eine Fehlatmung?
- zu tiefe und zu häufige Einatmung und zu geringe Ausatmung (verdeckte Hyperventilation)
- flache und hastige Brustatmung
- unregelmäßige Atmung
Die Basisatmung, außer bei körperlicher Betätigung, Sport und Sprechen?
- Ruhige leise Bauchatmung
- Einatmung kürzer als Ausatmung und kurzen Atempausen
- Nasenatmung
Die Atmung und ihre Wirkung:
Physiologisch erklärt ist das Atemzentrum direkt mit dem vegetativen Nervensystem verbunden. Das bedeutet, das unsere Atmung den gesamten Organismus beeinflusst. Umgekehrt beeinflusst unser Befinden auch unsere Atmung.
Das können wir mit einem kleinen Test innerhalb von Sekunden unter Beweis stellen.
Wie? Mit dem Biofeedback können wir ganz bewusst in unsere Körperfunktionen eingreifen und sie selbst beeinflussen.
So kann die Art wie wir atmen, bewusst und auch unbewusst durch äußere Einflüsse, die Herzschlagrate und den Blutdruck , Atemfrequenz, Körpertemperatur und die Pulsschlagrate verändern.
Das hat physiologisch erklärbare Hintergründe, denn die Art wohin wir atmen (in den Bauch, oder in die Brust) und auch wie tief oder wie schnell wir ein- und ausatmen, steht in direkter Verbindung mit dem vegetativen Nervensystem. Das ist einmal der Sympathikus, der Nerv zur Aktivierung und der Gegenspieler, der Parasympathikus. Der Nerv zur Entspannung des Organismus.
Durch eine ruhige und tiefe Bauchatmung reagiert der Parasympathikus zügig mit einer effektiven Entspannung und baut gleichzeitig Stresshormone ab.
Und hier der Test:
Wenn du einige Male schnell und tief durch den Mund in die Brust ein-und ausatmest, wirst du eine Veränderung deiner Herzschlagrate, Puls und körperlichem Befinden feststellen.
Hier geschieht das Gegenteil zum Parasympathikus, wenn z.B. durch Sport, Stress, Ängste oder Erregung eine flache und hastige Brustatmung eintritt. Das aktiviert den Sympathikus, der Stresshormone ausschüttet und uns kurzzeitig zu Höchstleistungen bringt und uns motiviert. In Notsituationen ist das ein hilfreicher Mechanismus. Auf Dauer macht uns dieser Zustand krank.
Im gesunden Zustand sind beide Nerven im Gleichgewicht.
Warum gibt es das Atemtraining?
- Das Atemzentrum im Stammhirn kann von außen negativ beeinflusst werden und aus dem natürlichen Rhythmus kommen, sodass das natürliche Atemmuster neu gelernt werden muss.
- Eine Fehlatmung führt zum Ungleichgewicht von Sympathikus und Parasympathikus. Dieses Ungleichgewicht löst wiederum eine Vielzahl an verschiedenen Beschwerden aus und kann zu weiteren Erkrankungen führen.
- Es ist eine wirksame und einfache Methode zur Gesundheitsförderung und Stressreduzierung.
Möchtest Du mehr über das Thema Atmung erfahren und die effektive Wirkung erleben?
Dann werde Teil meiner Kursgruppe!
Quelle: ¹Atem Praxis www.atem-praxis.ch - Brigitte Ruff nach dem Konzept der Buteyko Atemtechnik
Atemübung zur schnellen Soforthilfe
Bereits kurze Atemübungen, die Du überall und zu jeder Zeit anwenden kannst, bringen Dir einen effektiven Erfolg und senken das Empfinden von z.B. Stress, Angst oder Kurzatmigkeit. Auch als Einschlafhilfe geeignet.
Du kannst z.B. mit meiner 2-4-4 Atmung deinen Körper innerhalb von 2 bis 5 Minuten positiv beeinflussen.
Einatmung auf 2
Ausatmung auf 4
Luftleere halten auf 4
Atmen nach Buteyko
und wie die Buteyko Methode dein Leben verändern wird
Atmen Sie so,
wie die Natur es vorgesehen hat – leise, ruhig und sparsam.
Dr. Buteyko
- Optimiere mit der Buteyko Methode deine Sauerstoffversorgung der Zelle
- Fördere effektiv deine körperliche und mentale Gesundheit
- Aus einer Fehlatmung heraus entstandene chronische Krankheiten können gemildert oder therapiert werden
- Bringe deine Leistungsfähigkeit auf ein neues und höheres LEVEL
Wer war Dr. Konstantin Buteyko
- Konstantin Pawlowitsch Buteyko
- Geboren 1923 in der Ukraine
- Sowjetischer Arzt, Forscher und Leiter verschiedener medizinischer Forschungsprojekte
- Spezialisierung: Physiologie, Atmung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Entwickelte in den 1950er Jahren die Grundlage der späteren Buteyko-Methode
- Entdeckte Zusammenhang zwischen Atmung & Krankheit
- Gestorben 2003
Geschichtlicher Hintergrund der Buteyko Methode
Dr. Buteyko erhielt als Medizinstudent den Auftrag, die Atmung der Krankenhauspatienten zu beobachten und die Schwere ihrer Krankheiten mit dem Atemmuster ins Verhältnis zu setzen. Buteyko erkannte dabei, je schlechter der Gesundheitszustand der Patienten war, desto tiefer und schneller war ihre Atmung, oftmals Mundatmung.
Aus seinen ersten Beobachtungen ergab es sich, das er als junger Arzt seine Beobachtungen weiterführte und die Zusammenhänge zwischen Hyperventilation und dem Gesundheitszustand seiner Patienten weiter erforschte.
Es stellte sich heraus, das eine Hyperventilation, ausgelöst durch eine Fehlatmung ( Mundatmung/ zu tiefe/ zu schnelle Atmung) den CO2-Gehalt im Blut reduziert und somit das Gleichgewicht der Blutgaswerte verschiebt und in der Folge die Zellen im Körper nicht mehr optimal mit Sauerstoff versorgt wird.
Buteyko litt selbst unter Bluthochdruck und Kopfschmerzen und brachte dies in Zusammenhang mit seiner eigenen Atmung. Im Selbstversuch veränderte er seine Atmung und atmete reduzierter in der Tiefe und Geschwindigkeit. Seine Beschwerden besserten sich zügig und im Umkehrschluss kamen seine Beschwerden zurück, sobald er wieder in seinem alten Atemmuster atmete.
Er behandelte sich schließlich selbst mit einer reduzierten Atemtechnik und konnte so all seine Beschwerden therapieren. Er entwickelte leicht zu erlernende Atemübungen, die Menschen, die an einer Hyperventilation litten, wieder zu einer natürlichen Atmung verhalfen. Die Buteyko-Atemmethode wurde in den 70er Jahren in russischen Krankenhäusern als eine Heilmethode anerkannt, dessen Wirksamkeit bestätigt wurde und Beschwerden wie Asthma, Stress- und Ängste, Nervosität, Bluthochdruck und chronische Hyperventilation damit behandelt wurden.
Buteyko ist der Annahme, dass eine Fehlatmung eine Vielzahl an Erkrankungen und Beschwerden auslöst. Seine Liste umfasst 80 Erkrankungen und zahlreiche Symptome. Im Folgenden ein kleiner Auszug daraus:
- Asthma
- Nebenhöhlenentzündung
- Heuschnupfen, Pollenallergie
- Ekzeme
- Krampfadern
- Bluthochdruck
- Gelenkrheuma
- Herzrhythmusstörungen/ Hypertonie
- Generalisierte Arteriosklerose
- Parkinson-Krankheit
- Schilddrüsenüber - und unterfunktion
- Diabetes
- drohende Fehlgeburt
- Rheuma
- Nierensteine/Gallensteine
- Übergewicht
- Epilepsie
- Magengeschwüre
- Krebs
- Depressionen/psychische Erkrankungen
- Demenz
- usw.
Kohlendioxid (CO₂) – Der unterschätzte Schlüsselstoff
CO₂ ist wichtig für:
- Gefäßweitung (Vasodilatation)/ Durchblutung
- Sauerstofffreisetzung aus dem Blut, da CO₂ die Sauerstoffmoleküle aus dem Blut löst, bindet und zu den Zellen transportiert
- Ruhe im Nervensystem
- Regulierte Atemfrequenz
- pH-Wert im Körper
Hyperventilation senkt den Sauerstoff in den Zellen!
Denn wenn wir zu viel atmen, sinkt das CO₂ im Körper. Dadurch gelangt weniger Sauerstoff (O₂) in die Zellen. Eine Sauerstoffunterversorgung der Zellen ist die Folge.
Ergebnis:
- geringe Energie/ schnelle Erschöpfung
- schlechte Regeneration
- Stressbedingte und psychische Beschwerden
- Konzentrationsprobleme
- erhöhtes Schmerzempfinden
Des Weiteren können sich unter anderem folgende Symptome entwickeln:
- Magen-Darm-Trakt: Verdauungsprobleme, Bauchschmerzen, häufiges Wasserlassen, Reizdarm, Verstopfung/Durchfall, uvm.
- Herz/Kreislauf: Herzrasen, erhöhter Puls, erhöhter Blutdruck, Brustschmerzen
- Atmungsorgane: Kurzatmigkeit, Engegefühl Brust, häufiges Seufzen, Husten oder ständiges Räuspern, verstopfte Nase, trockener Mund, uvm.
- Nervensystem: Missempfinden Hände/Füße, kalte Extremitäten, Schwindel, Kopfschmerzen, chronische Müdigkeit, Krämpfe, Zittern, verschwommenes Sehen, uvm.
- Psyche: Unruhe, Angst, Konzentrationsstörung, Anspannung, depressive Stimmung, Vergesslichkeit, Reizbarkeit, uvm.
- Orthopädisch: LWS-Beschwerden (Gegenspieler vom Zwerchfell)
Buteyko erkannte schon früh, welche schwerwiegenden Erkrankungen auf das Ungleichgewicht von CO₂ und O₂ zurückzuführen sind.
Was bedeutet eigentlich “zu viel atmen”
- Zu häufig (mehr als 12 Atemzüge/Min.)
- Zu tief und zu lang, im Gegensatz ist die Ausatmung zu kurz/kürzer
- Brust statt Zwerchfell/Bauchatmung
- Zu hörbar
- Über den Mund
- Gefühl von “ich brauche mehr Luft”
Warum die meisten Menschen zu viel atmen?
- Schmerzen, Krankheit
- Stress, Reizüberflutung
- Bewegungsmangel
- Ständiges Sprechen
- Chronische Mundatmung
- Zucker, Kaffee, Nikotin
- Schlafprobleme
- Zu schnelles Essen
Buteyko´s Atmung
Basiert auf der Basisatmung mit zusätzlicher, reduzierten und sehr sanften Atmung und Erzeugung von Lufthunger zur Steigerung der CO₂ Toleranz.
- Ein- und Ausatmung ausschließlich durch die Nase
- Bauchatmung/Zwerchfellatmung
- Einatmung kürzer als die Ausatmung
- Atempause vor der Einatmung
- Reduzierte Atmung: Die Atmung ist nicht hörbar und kaum sichtbar, Lufthunger wird erzeugt
Buteyko und Leistung im Sportbereich - Warum Sport leichter wird
- CO₂ verbessert Sauerstofffreisetzung in den Muskeln
- CO₂ Toleranz wird erhöht, womit die Ausdauer steigt
- weniger Laktatbildung
- effizientere Energiegewinnung
- weniger Seitenstechen
- bessere Regeneration
Was lässt sich abschließend sagen?
Mit der Buteyko Methode in Kombination mit weiteren Atemübungen aus dem Atemtraining kann jeder selbst viel bewirken und ein hohes Maß an mentaler und körperlicher Gesundheit, sowie das steigern der Leistungsfähigkeit selbst beeinflussen.
Kontraindikation für den Lufthunger in der Buteyko-Atmung
(nicht für Atemtherapie generell):
- Aneurysmen
- Schlaganfall
- Hirntumor
- COPD Stadium 3 und 4 mit Zyanose
- Schwerer Bluthochdruck
- Schweres Nierenversagen
- Schwere Herzrhythmusstörungen
- Herzinfarkt (innerhalb der letzten 3 Monate)
- Akute Schizophrenie
- Unbehandelte Schilddrüsenüberfunktion
- Alle Krankheiten, die mit einer dauerhaften CO2 Erhöhung verbunden sind
Quellen: www.atemzentrum-eislingen.de / PARACELSUS Akademie
Wissenswertes mit kleinen Tipps
- Allergien & Verstopfte Nase
Überatmung → CO₂-Mangel → Gefäßverengung
Schleimhäute schwellen stärker
Nasenatmung bricht weg → Kreislauf verstärkt sich
Mini-Tipp: kleine Luftpausen / reduzierte Atmung öffnen die Nase
- Schlafprobleme
Überatmung hält Körper im Alarmmodus
CO₂ fällt nachts oft ab → häufiges Aufwachen
Mundatmung fördert Schnarchen & unruhigen Schlaf
Mini-Tipp: 3 Minuten leise Nasenatmung vor dem Schlafen
- Stress & Innere Unruhe
Stress = hohe Atemfrequenz
Schneller Atem → CO₂ sinkt → Herzrasen
Nervensystem bleibt im Kampf-/Fluchtmodus
Mini-Tipp: Atem hörbar leiser machen
- Konzentrationsmangel
Gehirn braucht stabile O₂-Versorgung
Zu viel Atmung → weniger O₂-Abgabe
Müdigkeit & Denkblockaden sind häufig Atemfolgen
Mini-Tipp: Mikro-Pause + 3 kleine Atemzüge
- Atemlosigkeit / „Ich kriege nicht genug Luft
Paradox: Je mehr man „zieht“, desto weniger Luftgefühl
Atemlosigkeit entsteht oft durch CO₂-Mangel
Brustatmung verstärkt das Engegefühl
Mini-Tipp: Ausatmung verlängern → einatmen lassen
- Erschöpfung & fehlende Energie
Zellen erhalten zu wenig O₂ (Bohr-Effekt)
Atmung ist ineffizient → Körper arbeitet „teurer“
Nervensystem ständig überaktiv
Mini-Tipp: 1 Minute Atem reduzieren (10–20 %)
- Atmung als Schlüsselkompetenz
Atmung beeinflusst jede Körperfunktion
Kleine Atemveränderungen = große Wirkung
Erste Schritte bereits im Alltag umsetzbar
Quellen: www.atemzentrum-eislingen.de / PARACELSUS Akademie